Wer kann betroffen sein?

Der Lichen Sclerosus (LS) kommt bei Frauen viermal häufiger vor als bei Männern.

Bis zu 4% aller Frauen erkrankt an Lichen Sclerosus. Die ersten Symptome treten bei den meisten Frauen bereits vor den Wechseljahren auf, verschwinden dann allenfalls für Jahre und führen erst zu einem viel späteren Zeitpunkt (wieder) zu Problemen. Es gibt aber durchaus auch sehr junge Frauen, die schon sehr früh Symptome und Beschwerden haben. Lichen Sclerosus ist also keine "Altfrauenkrankheit", wie sie einige Ärzte fälschlicherweise bezeichnen. Fakt ist, dass die Krankheit seitens der Ärzteschaft oft erst sehr spät diagnostiziert wird, wenn die Krankheit schon so weit fortgeschritten ist, dass Hautveränderungen bereits augenfällig sind und Probleme bereiten.

Eine besondere Form des LS tritt auch bei Kindern auf, die sich meist mit der Pubertät bessert und in einigen Fällen dann auch ganz verschwindet.

In 15% der Fälle gibt es auch eine familiäre Häufung des LS. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene in ihrer Familie über die Krankheit sprechen und diese thematisieren, auch wenn das aufgrund des grossen Tabufaktors vielleicht etwas Überwindung kostet.