"Tabu Vulva / Vagina"

 

Studie zur Vulva


Die Frauenklinik Luzern hat im Sommer 2018 eine Umfrage gemacht zum Thema "Wie sieht eine normale Vulva aus".

PDF, englisch.

Das Echo der Medien am Thema war offenbar gross, wie der Kurzbericht der Pendlerzeitschrift 20Minuten zeigt:

https://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Vulva-Studie-sorgt-weltweit-fuer-Schlagzeilen-28553974?httpredirect

Fazit: so etwas wie eine "normale" Vulva gibt es nicht. Und dass man in der Bevölkerung der Unterschied zwischen Vulva und Vagina nicht kennt, erstaunt uns nicht wirklich.

(PDF Schweizer Vulva Studie Pressebericht)


Empfehlenswerter Film


#Female Pleasure
von der Schweizer Regisseurin Barbara Miller.

Dieser starke und für das (Selbst-)Verständnis der Stellung der Frau und deren Sexualität in der heutigen Gesellschaft wichtige und mutige Film hat uns im Vorstand sehr beeindruckt. Er greift Themen auf, die auch viele Frauen mit LS beschäftigen – z.B. die verletzte Weiblichkeit und oft schwierige Identifikation mit dem eigenen weiblichen Geschlecht, das ganze Tabu um die weibliche Intimzone.

Der Film lief ab 8. November in den deutschen Kinos, ab dem 15./16. November auch in der Schweiz und Oesterreich.  Wer ihn gesehen hat und mag, darf uns gerne einen Kommentar dazu schreiben an office@lichensclerosus.ch

Hier noch weitere Infos zum Film:  www.femalepleasure.org

Kommentar zur Film von Maria Furtwängler in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung): LINK

Nach der Veröffentlichung des Films «Female Pleasure» wurde am 19.11.2018 unter dem Titel Sexualität: Gottes unheiliges Geschenk | SRF Sternstunde Religion
am Schweizer Fernsehen eine interessante Sendung mit der Regisseurin und weitere Frauen , s. Text unten ausgestrahlt. https://www.youtube.com/watch?v=QID9ZUxh-aQ
 

«Amira Hafner-Al Jabaji diskutiert in der SRF Sternstunde Religion mit Barbara Miller, Regisseurin des Filmes «#Female Pleasure», Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger und Philosophin Doris Wagner über den weiblichen Körper als Schlachtfeld der Religionen. Das Verhältnis von Religion und weiblicher Sexualität ist ambivalent, teilweise zerstörerisch. Das zeigt der Film «#Female Pleasure», der zur Zeit in den Schweizer Kinos läuft. Was Steckt hinter der Obsession, den weiblichen Körper zu beherrschen? Und gibt es auch lustfreundliche Religion? Geht es um den weiblichen Körper und Sexualität, haben alle Religionen ihre Probleme damit. Die Traditionen reichen von Absonderung, Unterdrückung, sozialer Kontrolle bis hin zu Vergewaltigung und Genitalverstümmelung. Die Lustfeindlichkeit ist in den Religionen tief verankert. Gleichzeitig postulieren geistliche Autoritäten Sexualität als Geschenk Gottes oder als Weg zur spirituellen Erleuchtung. Doris Wagner war neunzehn als sie sich entschloss, Nonne zu werden. Die Hoffnung auf ein erfülltes Leben in der frommen Gemeinschaft stellte sich bald als Illusion heraus. Über Jahre wurde Wagner von einem Priester sexuell missbraucht. Sie ist eine der Frauen, die im Film «#Female Pleasure» über ihren Kampf für sexuelle Selbstbestimmung sprechen.»


Büchertipps zur Vulva (und Vagina)

Unter der Lasche Fachliteratur/Presse/Filme finden sich auf der Unterlasche "Sehens-, Lesens und Hörenswertes" einige Büchertipps