Spielfilm "Lady Parts" (USA, 2024)
Eine Vulva-OP als Tragikomödie aufbereitet - ein echt toller Film für ALLE Frauen (und Männer)!!!
Wir haben einen eindrücklichen Spiel-Film aus den USA entdeckt: Lady Parts, produziert 2024 in Los Angeles, eine US-amerikanische Dramödie aus dem Jahr 2024 unter der Regie von Nancy Boyd. Produzentin Bonnie Gross rückt mit ihrem brillianten Werk ihre eigene wahre Geschichte in den Mittelpunkt, und bringt damit ein oft tabuisiertes Gesundheitsthema - Becken-, Vulva und Vaginalschmerzen - in den Vordergrund - und dies durchaus mit viel Humor. Anstatt in Form eines schwer verdaulichen medizinischen Dramas kommt die Story als Coming-of-Age-Geschichte daher, die sich mit Themen wie weiblicher Sexualität, Selbstakzeptanz und chronischen Schmerzen im Intimbereich auseinandersetzt. Lady Parts wurde für verschiedene Filmfestivals nominiert und mehrfach ausgezeichnet.
Der Film folgt einer 31-jährigen Frau, die von Los Angeles nach Philadelphia zu ihren Eltern zurückzieht, um sich einer Vulva-Vestibulektomie (Operationeller Eingriff bei chronischen Vaginalschmerzen) zu unterziehen, und dabei lernt, für ihren eigenen Körper einzustehen. Der Film thematisiert dabei auch glasklar das Thema Schmerzen beim Sex und die herausfordernde Zeit nach einem operativen Eingriff im Beckenintimbereich, mit allem was mental, sozial und körperlich dazugehört (z.B. Physio, Dehnen, etc.)
Alle Frauen, die im vulvo-vaginalen Bereich oder im Becken immer wieder unwohl sind oder sich auch operieren lassen müssen/mussten, werden sich in dieser spannenden und witzigen Geschichte wiedererkennen. Der Film gibt auch Frauen mit LS und LP, Vaginismus, Vulvakrebs und Endometriose eine Stimme.
UND: Der Film ist von seiner Hollywood-mässigen professionellen Aufmachung und seinem unterhaltsam- komödienhaften Charakter durchaus auch prädestiniert, alle gesunden Frauen anzusprechen und aufzuklären, dass es chronische Krankheiten an der Vulva und in der Vagina gibt. Bonnie beabsichtigt denn auch, den Film für Sexualkundeunterricht zur Verfügung zu stellen.
Lady Parts kann aktuell nur in Nordamerika gestreamt werden bei Vimeo Prime, Amazone oder Tubi. Jedoch stehen zwei Trailer auf YouTube zur Verfügung (unten verlinkt).
Animiert durch die beiden Trailer und die Film-Webseite, haben wir direkt mit Bonnie Kontakt aufgenommen und erhielten einen Spezial-Zugang zum ganzen Film. FAZIT: Wir sehen in diesem Film viel Potential für Aufklärung. Er braucht eine internationale Lobby und gehört UNBEDINGT gezeigt in Europa. Und er sollte deutsch und französisch untertitelt werden.
Hierfür muss Bonnie, die Lady Parts zum grössten Teil privat und mit Unterstützung von Freunden und Familie finanziert hat, jedoch erst noch weitere Filmrechte erstehen. Sie hat inzwischen eine Pressemappe erstellt und gibt darin Auskunft über die zu erwartenden Kosten, wir haben das Dokument übersetzt. Bonnie hat bereits einen Fund.me Account eröffnet und in den USA und Kanada ein Crowdfunding gestartet. Wir vernetzen sie mit uns bekannten US-Institutionen und Ärzten, und würden sie hinsichtlich der deutschen und französischen Untertitelung gerne finanziell unterstützen.
Der Vorstand hat an seiner August-Sitzung beschlossen, das Projekt zu unterstützen und den Film nach Europa holen. Wir benötigen 20'000 Dollar für Filmrechte und Übersetzungen. Der Verein kann das aber nicht alleine stemmen, wir werden ein Crowd Funding starten. Infos folgen.
=> Potentiell interessierten Gross-Sponsoren verschaffen wir via Produzentin Zugang zum ganzen englischsprachigen Film. Mail an office@lichensclerosus.ch
Vorab haben wir nun mal das Intro eines Interviews mit Bonnie sowie eine Reel-Sprachnachricht von ihr und der Regisseurin Nancy auf Instagram deutsch untertitelt und auf youTube geladen (unten verlinkt).
Und wir streuen bereits Infos zum Film auf unseren diversen Kanälen, Instagram (verein_lichen_sclerosus), Facebook, Linkedin, etc.
Feedback der Schweizer Gynäkologin und Sexualtherapeutin Johanna L. Janku auf Linkedin: "Ich finde die Idee brillant. Es braucht Mut, einen Film über ein Thema zu produzieren, das für viele Frauen mit einem enormen Leidensdruck verbunden ist. Humor kann Türen öffnen, die mit medizinischen Fakten allein oft verschlossen bleiben. Ich glaube, dass dieser Film dazu beitragen kann, dass sich mehr Frauen gesehen fühlen und früher Hilfe suchen. Allein damit hätte er bereits unglaublich viel erreicht."